Eintracht Frankfurt sucht nach den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen nach mehr defensiver Stabilität. Sieben Gegentreffer musste die Mannschaft von Cheftrainer Adi Hütter bereits hinnehmen. Nach dem jüngsten 1:4 gegen den FC Augsburg denkt der Österreicher deshalb auch über eine System-Anpassung nach.
„Ich muss mir Gedanken machen, wie wir die Grundordnung vielleicht verändern können, damit wir wieder stabiler werden“, erklärte Hütter nach dem FCA-Duell. Eine Möglichkeit wäre eine Umstellung auf eine Dreier- beziehungsweise Fünferkette, wie sie die Eintracht bereits während seiner ersten Amtszeit über weite Strecken praktizierte.
Personal erschwert mögliche Umstellung
Für einen solchen Systemwechsel stehen Hütter im Abwehrzentrum grundsätzlich genügend Optionen zur Verfügung. Schwieriger gestaltet sich die Besetzung der Schienen. Vor allem auf der linken Seite sind die personellen Möglichkeiten begrenzt, während rechts unter anderem Elias Baum, Ansgar Knauff und Ritsu Dōan infrage kämen.
Ob Hütter tatsächlich umstellt, ist daher noch offen. Der Coach sieht die Probleme ohnehin nicht allein in der taktischen Ausrichtung. „Wir müssen physisch noch zulegen. Da sind wir noch nicht dort, wo ich mir das vorstelle“, machte er deutlich.
Auch mental sieht der Trainer Handlungsbedarf. Frankfurt gab sowohl zum Auftakt als auch gegen Augsburg eine Führung aus der Hand. „Natürlich ist das auch eine Kopfsache, das müssen wir schleunigst rausbekommen“, so Hütter. Vor dem kommenden Gastspiel beim 1. FSV Mainz 05 steht damit nicht nur die personelle Besetzung, sondern auch die grundsätzliche Ausrichtung der Eintracht auf dem Prüfstand.